Die Realität der Pornografie: Mehr als ein Randphänomen

In einer Zeit, in der viele gesellschaftliche Fragen mit Nachsicht behandelt werden, lenkt ein kürzlich auf Anglican Mainstream veröffentlichter Artikel die Aufmerksamkeit auf ein Thema, dessen tiefgreifende Auswirkungen oft unterschätzt werden: die Pornografie. Der Beitrag, der sich auf das Buch „Pornocracy“ von Jo Bartosch und Robert Jessel beruft, wirft eine scharfe Frage nach der tatsächlichen Tragweite dieses Phänomens auf.

„Das Buch beschreibt auf erschreckende Weise, wie die „pornografische Revolution einen erstaunlichen und nahezu vollständigen Sieg errungen hat“ – angefangen bei der Neuverdrahtung unseres Gehirns über die Normalisierung sexueller Gewalt bis hin zur Formung neuer Protestbewegungen“, so der Bericht.

Gerade weil wir Pornografie lange Zeit als ein marginales Laster abgetan haben, sind wir nun mit der vollen Breitseite ihrer gesellschaftlichen Konsequenzen konfrontiert.

Diese Perspektive fordert uns heraus, über den Tellerrand einer rein individuellen Betrachtung hinauszugehen. Die Macht des Evangeliums erstreckt sich nicht nur auf die Erlösung einzelner Seelen, sondern auch auf die Transformation von Kulturen. Wenn wir christliche Nächstenliebe ernst nehmen, können wir die zerstörerischen Kräfte, die durch die weite Verbreitung von Pornografie freigesetzt werden, nicht ignorieren – weder für die Konsumierenden, und erst recht nicht für die Opfer, und auch nicht für die Gesellschaft als Ganzes.

Die Kirche ist aufgerufen, nicht nur zur persönlichen Reinheit zu ermutigen, sondern auch eine prophetische Stimme in einer Welt zu sein, die sich zunehmend von den biblischen Prinzipien der Sexualität entfernt. Diese Prinzipien gründen in der Schöpfungsordnung Gottes, der Ehe als Bund zwischen Mann und Frau, und der Würde jedes Menschen als Gottes Ebenbild. Hier liegt unsere Verantwortung, Wahrheit in Liebe zu verkünden und den Weg der Hoffnung in Christus aufzuzeigen.

Quelle: Anglican Mainstream

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