Gottesdienst in Kaduna: 177 Gläubige entführt – Ein Ruf zum Gebet
Während Christen in Deutschland am Sonntagmorgen ihre Gottesdienste feiern, ist die Gemeinde an anderen Orten der Welt Ziel brutaler Gewalt. Eine solche Nachricht erreicht uns aus Nigeria, wo die Zusammenkunft zum Gebet in einer Tragödie endete. Sie ruft uns auf, innezuhalten und für unsere verfolgten Geschwister einzutreten.
Ein Bericht von Chris Sugden auf der Webseite Anglican Mainstream bestätigt die massive Entführung von 177 Gottesdienstbesuchern aus drei Kirchen in der Region Kajuru im Bundesstaat Kaduna. Laut dem Artikel, der sich auf eine Mitteilung der „Middle Belt Coalition Against Violent Occupation“ (MB-CAVO) stützt, ereignete sich der Angriff am Sonntag, den 19. Januar. Besonders bestürzend ist der Umstand, dass die Behörden erste Berichte zunächst als „Falschmeldung“ abgetan hatten, die Tat nun aber durch eine verifizierte Namensliste der Entführten unwiderlegbar belegt ist.
Dieses schreckliche Ereignis ist kein Einzelfall. Es ist Teil eines andauernden Musters der Gewalt gegen Christen im sogenannten „Middle Belt“ Nigerias, einer Region, in der das Evangelium tief verwurzelt ist. Viele der betroffenen Gemeinden gehören zur anglikanischen Kirche von Nigeria, der größten Provinz der anglikanischen Weltgemeinschaft und eine tragende Säule der bibeltreuen GAFCON-Bewegung. Diese Angriffe zielen auf das Herz des christlichen Lebens: die gemeinsame Anbetung und Gemeinschaft.
Angesichts solchen Leids könnten wir in Wut oder Verzweiflung verfallen. Doch die Heilige Schrift weist uns einen anderen Weg. Der Hebräerbrief ermahnt uns: „Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene“ (Hebr 13,3). Der Apostel Paulus lehrt, dass, „wenn ein Glied leidet, alle Glieder mit ihm leiden“ (1. Kor 12,26). Unsere erste und wichtigste Antwort ist daher nicht politische Analyse, sondern treues Gebet. Diese 177 Männer, Frauen und Kinder sind nicht nur eine Zahl in einer Schreckensmeldung. Sie sind unsere Brüder und Schwestern, für die Christus gestorben ist. Beten wir für ihre baldige und unversehrte Freilassung, für Trost für ihre Familien und Gemeinden und für Weisheit und Mut für die nigerianische Kirche. Möge Gott eingreifen und Seine schützende Hand über Seine verfolgte Herde halten.
Quelle: Anglican Mainstream
