Morgenlicht nach langer Nacht: Die Wirklichkeit der Auferstehung
„Wie lang die Nacht auch sei, die Morgendämmerung wird anbrechen.“ Dieses afrikanische Sprichwort eröffnet die Osterbotschaft von Erzbischof Laurent Mbanda. Es klingt nach Trost für alle, die im Dunkeln sitzen. Doch der Vorsitzende des Global Anglican Council geht über das Bild hinaus: Ostern ist kein poetischer Wunsch, sondern historische Realität.
Der Artikel berichtet von der versammelten Christenheit weltweit. Sie proklamieren am Ostertag eine gemeinsame Wahrheit: Das Grab ist leer, der Tod ist besiegt, Jesus Christus regiert. Mbanda richtet den Blick besonders auf verfolgte Gemeinden. Ihnen gilt die Zusicherung, dass der auferstandene Herr sie hält, sieht und ihre Gebete hört. Der Text schließt mit einem Kollektengebet, das um Befreiung von Sünde und Tod bittet.
„Ostern ist nicht bloßes Symbol oder Jahreszeit. Es ist eine Tatsache — die leibliche Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, die Erstlinge einer neuen Schöpfung.“
Hier liegt der theologische Schwerpunkt. Eine bloß spirituelle Auferstehung ließe den Tod unangetastet. Wenn Christus nicht leiblich auferstanden ist, bleibt die Schöpfung im Verwesungsprozess gefangen — und wir mit ihr. Die reformatorische Schriftauslegung besteht auf diesem Punkt: Die Auferstehung ist das öffentliche Siegel Gottes über das vollbrachte Werk des Sohnes. Sie rechtfertigt nicht nur den Gläubigen, sie erneuert die gesamte Welt.
Diese Tatsache trägt den Glauben, nicht die eigene Empfindung. Wenn Mbanda schreibt, die Auferstehungshoffnung solle die Herzen erfüllen, dann gründet dieses Gefühl auf dem objektiven Sieg Christi, nicht auf subjektiver Stimmung. Das Gebet am Ende unterstreicht dies: Gott hat den Tod überwunden und uns das Tor zum ewigen Leben geöffnet. Wir treten hindurch durch den Sohn, nicht durch eigene Frömmigkeit. In Zeiten von Verfolgung oder innerer Anfechtung zählt nicht die Intensität des eigenen Glaubensgefühls, sondern diese Verlässlichkeit: Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Er geht mit uns durch das Tal.
Der vollständige Artikel ist hier zu lesen: Global Anglican Council
