Der Ruheplatz im Evangelium: Ein Ruf zur Herzensbejahung
In unserer rastlosen Zeit, geprägt von der Suche nach Erfüllung und Glück, suchen viele Menschen Halt in materiellen Gütern, gesellschaftlicher Anerkennung oder persönlichen Erfolgen. Doch die wahre, bleibende Ruhe finden wir dort nicht. Ron weist in einem Beitrag auf TheoBlog.de auf einen zentralen Gedanken hin, der nicht nur für Jonathan Edwards und John Piper von Bedeutung war, sondern für jeden Christen eine tiefe Wahrheit birgt.
Ron zitiert aus der Dissertation von Mark P. Linden („Sehnsucht nach Glück im theologischen Horizont: Jonathan Edwards’ und John Pipers Beitrag zu einer erfahrungstheologischen Vertiefung eines anthropologischen Grundbedürfnisses“, S. 374–375), der wiederum ein tiefsinniges Gebet festhält:
„Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, drum folg’ ich dir mit freiem Sinn, mein Jesus, du bist alles mir.“
Diese Zeilen, so kurz sie sind, offenbaren die Essenz des Evangeliums: Die Erkenntnis, dass die letztendliche Befriedigung nicht in dem liegt, was die geschaffene Welt bietet, sondern allein in Gott, verkörpert in Jesus Christus. Es ist ein Ruf zur Herzensbejahung, die sich von den trügerischen Quellen des Glücks abwendet und sich dem lebendigen Gott zuwendet. Die „Sehnsucht nach Glück“, die Mark Linden thematisiert, findet ihre wahre und einzige Erfüllung in der Beziehung zu unserem Schöpfer und Erlöser.
Für uns als Christen in Deutschland, ob in freikirchlichen Gemeinden oder in der Landeskirche, ist dies eine beständige Erinnerung: Unser Fokus muss stets auf Jesus Christus gerichtet bleiben, denn nur in Ihm finden wir wahre Ruhe und Freude. Das Evangelium ist nicht nur der Ausgangspunkt unseres Glaubens, sondern der stete Rückbezugpunkt für unser ganzes Leben, für unsere Entscheidungen und unsere Hoffnungen. Es ist der Ort, an dem unsere Herzen zur Ruhe kommen dürfen.
Quelle: TheoBlog.de
