Wenn der Staat die Wahrheit fürchtet: Der politische Islam und das Vakuum des Westens

Wenn ein Inlandsgeheimdienst Erkenntnisse über die gezielte Unterwanderung staatlicher Institutionen gewinnt und die eigene Regierung diese Berichte vor der Öffentlichkeit versteckt, ist das mehr als ein politischer Skandal. Es offenbart eine tiefe Orientierungslosigkeit. Wie die Journalistin Sabine Beppler-Spahl für das Magazin Spiked berichtet, warnte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, in einem vertraulichen Papier eindringlich vor den langfristigen Strategien von Islamisten. Insbesondere die Muslimbruderschaft arbeite gezielt daran, gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse in Deutschland schleichend zu verändern. Doch anstatt diese Gefahr transparent zu machen, wählte die Politik den Weg des Schweigens.

Die Gründe für diese Vertuschung liegen für Beppler-Spahl auf der Hand: Die Realität passt schlicht nicht in das offizielle Narrativ einer konfliktfreien multikulturellen Gesellschaft. Um sich selbst als moralisch integer darzustellen, inszenieren sich Politiker lieber als Beschützer vermeintlich gegen Diskriminierung verteidigter Gruppen, während sie vor realen Bedrohungen die Augen verschließen. So etablierte Berlin etwa einen jährlichen „Tag gegen Islamfeindlichkeit“ und stützte sich dabei auf zweifelhafte, staatlich finanzierte Umfragen, die der Mehrheitsbevölkerung pauschal Vorurteile unterstellen. Derweil schreitet der Marsch der Islamisten durch die Institutionen unbeirrt voran.

Die Tragweite dieses Versagens zeigt sich laut dem Artikel an konkreten Beispielen. Im staatlichen Religionsunterricht kooperieren Schulbehörden weiterhin mit der DITIB, einem Verband, der direkt der türkischen Religionsbehörde untersteht. Noch gravierender ist der Fall von Islamic Relief Deutschland: Obwohl der Verfassungsschutz seit Jahren intern vor den Verbindungen dieser Organisation zur Muslimbruderschaft warnte, flossen über das Auswärtige Amt rund 15 Millionen Euro an Steuergeldern dorthin. Erst eine Klage von Journalisten zwang die Behörden dazu, diese Zahlungen offenzulegen.

Der syrisch-deutsche Politikwissenschaftler Bassam Tibi kritisiert seit Jahren, dass der deutsche Staat unfähig sei, Integration einzufordern. Der organisierte Islam in Deutschland sei streng orthodox und politisch geprägt. Obwohl diese Verbände nur eine Minderheit der Muslime repräsentieren, gerieren sie sich als lautstarke Wortführer – und die Politik hofiert sie bereitwillig als primäre Ansprechpartner.

Diese säkulare Analyse legt den Finger in eine offene Wunde, die jedoch eine tiefere, geistliche Ursache hat. Die Bibel lehrt uns in Römer 13, dass der Staat von Gott eingesetzt ist, um das Böse zu wehren und das Gute zu fördern. Wenn staatliche Akteure jedoch aus Angst vor politischer Unkorrektheit wegschauen, die Augen vor totalitären Ideologien verschließen und diese sogar finanziell mästen, verkehrt sich dieses Mandat ins Gegenteil. Es ist ein eklatantes Versagen in der Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern – und paradoxerweise gerade gegenüber jenen Muslimen, die vor eben diesem Islamismus aus ihren Heimatländern nach Europa geflohen sind und nun feststellen müssen, dass die alten Unterdrücker hier staatlich hofiert werden.

Jesus Christus sagt im Johannesevangelium: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8,31-32). Wo die Wahrheit verleugnet wird, schwindet auf lange Sicht auch die Freiheit. Ein Gemeinwesen, das seine eigenen christlichen Fundamente verleugnet und sich in einen haltlosen Relativismus flüchtet, besitzt kein geistliches Immunsystem mehr. Wer an nichts Wahres mehr glaubt, kann einer entschlossenen, religiös-politischen Ideologie wie dem Islamismus weltanschaulich nichts entgegensetzen. Toleranz wird dann zur Kapitulation aus Feigheit.

Als Christen schulden wir unseren Mitmenschen – auch unseren muslimischen Nachbarn – zweierlei: die Wahrheit und die Liebe. Echte Liebe sucht nicht die billige Harmonie des Wegsehens, sondern benennt totalitäre Machtansprüche klar beim Namen. Sie tut dies nicht aus Fremdenfeindlichkeit, sondern im Bewusstsein, dass der Mensch nur in der Wahrheit frei wird. Die beste Antwort auf den politischen Islam ist keine staatlich verordnete Toleranzfolklore, sondern ein wehrhafter Rechtsstaat, der seine Bürger schützt, und eine lebendige Kirche, die das Evangelium von Jesus Christus ohne Scham verkündigt. Das Gebet für unsere Regierenden, dass sie weise und gerecht handeln, und die mutige Verkündigung des gekreuzigten Christus sind die eigentlichen Waffen in diesem geistlichen Konflikt. Denn nur die Liebe Gottes bricht den Zwang der Ideologie und schenkt wahre Freiheit.

Der vollständige Artikel ist hier zu lesen: Spiked

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