Kein Fachgebiet für Spezialisten: Warum jeder Christ zeugnisfähig ist
Wer John Lennox in Hörsälen gegen atheistische Philosophen debattieren sieht, könnte meinen, Glaubensverteidigung sei eine reine Intellektuellendisziplin. Der emeritierte Oxford-Mathematiker hält dagegen: Den eigenen Glauben weiterzugeben ist keine Aufgabe für Spezialisten.
In einem Bericht der Christian Post betont Lennox, wie stark die Angst vor schwierigen Fragen viele Christen lähmt. Aus Sorge, sich bloßzustellen, schweigen viele lieber. Im Neuen Testament beruft Jesus jedoch keine Gutachter mit fertigen Antworten, sondern schlicht Zeugen.
Ein Zeuge vor Gericht muss weder das Gesetzbuch kennen noch den Prozess gewinnen; er soll nur ehrlich berichten, was er gesehen hat. Auch der Apostel Paulus verzichtete gegenüber der Gemeinde in Korinth bewusst auf rhetorischen Glanz: „Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten“ (1. Korinther 2,2).
Oft scheitert das eigene Reden am Anspruch, den anderen mit fehlerfreier Logik überzeugen zu müssen – als müsste man die Arbeit des Heiligen Geistes erledigen. Dabei wirkt das Evangelium laut Römer 1,16 als „Gottes Kraft zur Rettung“, nicht durch menschliche Überredungskunst.
Das nimmt den Druck. Im Gespräch lässt sich ohne Gesichtsverlust sagen: „Das weiß ich nicht, aber ich sehe nach.“ Wer so an die Sache herangeht, verliert die Scheu vor Gegenfragen, weil das Fundament nicht in der eigenen Perfektion liegt, sondern in Christus.
Zum vollständigen Artikel bei der Christian Post.
