G26: Wenn die Gemeinschaft am Wort Gottes Maß nimmt

Wenn sich im Juni 2026 tausende Christen in Kigali, Ruanda, versammeln, geht es um weit mehr als eine organisatorische Weichenstellung. Es ist der sichtbare Ausdruck einer Bewegung, die sich weigert, das biblische Fundament gegen institutionellen Frieden einzutauschen. Paul Donison, Generalsekretär von GAFCON, hat eine Botschaft veröffentlicht, die den Blick für die kommende Weltkonferenz schärft.

Donison macht deutlich, dass die „G26“ genannte Versammlung kein Selbstzweck ist. Der Artikel berichtet von der wachsenden Dynamik einer Gemeinschaft, die sich nicht über geografische Grenzen oder bürokratische Strukturen definiert, sondern über die Treue zum Evangelium. Donison erinnert daran, dass GAFCON aus der Notwendigkeit entstand, die „einstmals für alle Heiligen überlieferte Lehre“ zu bewahren. Laut dem Autor steht Kigali 2026 für eine Erneuerung dieser Verpflichtung unter dem Banner der Jerusalemer Erklärung.

Wir blicken nicht auf uns selbst, sondern auf den Herrn der Kirche, der uns durch sein Wort leitet und durch seinen Geist eint.

Diese Einordnung Donisons ist deshalb so bedeutsam, weil sie die Prioritäten klärt. Während viele Kirchen im Westen versuchen, ihre Relevanz durch Anpassung an den kulturellen Zeitgeist zu retten, setzt GAFCON auf das Gegenteil: die Rückbesinnung auf die unfehlbare Autorität der Heiligen Schrift. Hier liegt der Kern dessen, was reformiertes Christentum ausmacht. Es geht nicht um die Konservierung toter Traditionen, sondern um die lebendige Unterordnung unter das Wort, das allein Leben schenkt. Ein Christ, der in einer deutschen Landeskirche oder einer freien Gemeinde mit den theologischen Erosionen unserer Tage ringt, findet hier einen Ankerpunkt.

Die theologische Präzision, die Donison einfordert, wurzelt in der Überzeugung, dass die Einheit der Kirche untrennbar mit der Wahrheit des Evangeliums verbunden ist. Wahre Gemeinschaft (Koinonia) existiert nicht dort, wo man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt, sondern dort, wo man gemeinsam unter der Herrschaft Christi wandelt. Für uns in Europa bedeutet dies eine heilsame Provokation: Wir sind nicht allein. Die Vitalität der globalen Kirche zeigt, dass das Vertrauen in die Schrift keine nostalgische Sackgasse ist, sondern der einzige Weg in eine verheißungsvolle Zukunft. Wo die Autorität der Bibel geschwächt wird, schwindet letztlich auch die Kraft des Zeugnisses. G26 erinnert uns daran, dass die Kirche Christi dort blüht, wo sie ihr Fundament nicht verlässt, sondern tiefer darin gräbt.

Die Frage, die Donisons Botschaft hinterlässt, zielt auf unser eigenes Fundament: Bauen wir auf dem Sand aktueller Plausibilitäten oder auf dem Fels des Wortes Gottes?

Der vollständige Artikel ist hier zu lesen: anglican.ink

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